(03.02.10) Die AG DOK gratuliert ihren Mitgliedern Heino Deckert / ma.ja.de für die Nominierung der Koproduktion „Mauerhase“ in der Kategorie Bester kurzer Dokumentarfilm und Jens Meurer / Egoli Tossell für die Nominierung der Koproduktion „Ein russischer Sommer“ in den Kategorien Beste männliche Nebenrolle (Christopher Plummer) und Beste weibliche Hauptrolle (Helen Mirren). Die Nominierungen werden jährlich von von der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) für die besten Filme des Vorjahres verliehen; aufgrund der Zulassungsprozedur sind die Nominierungen bis auf wenige Ausnahmen auf US-Produktionen beschränkt.
Die 82. Oscarverleihung für das Filmjahr 2009 findet am 7. März 2010 statt. Wir drücken die Daumen!
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(03.02.10) Die AG DOK gratuliert ihren Mitgliedern Heino Deckert / ma.ja.de für die Nominierung der Koproduktion „Mauerhase“ in der Kategorie Bester kurzer Dokumentarfilm und Jens Meurer / Egoli Tossell für die Nominierung der Koproduktion „Ein russischer Sommer“ in den Kategorien Beste männliche Nebenrolle (Christopher Plummer) und Beste weibliche Hauptrolle (Helen Mirren). Die Nominierungen
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Oscarnominierung für AG DOK Mitglieder
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AG DOK
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(22.01.10) Kulturstaatsminister Bernd Neumann ist politischer Gastredner unserer diesjährigen Mitgliederversammlung, die inzwischen fast schon traditionsgemäß am Berlinale-Montag, dem 15. Februar um 10:00 Uhr in der Hessischen Landesvertretung In den Ministergärten 5 in 10 117 Berlin-Mitte stattfindet. Der bereits im letzen Jahr bestens bewährte Veranstaltungsort liegt drei Minuten vom U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz entfernt - und damit sozusagen im Herzen des Berlinale-Geschehens.
Die...
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann Ehrengast der AG DOK-Mitgliederversammlung
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AG DOK
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(22.01.10) Kulturstaatsminister Bernd Neumann ist politischer Gastredner unserer diesjährigen Mitgliederversammlung, die inzwischen fast schon traditionsgemäß am Berlinale-Montag, dem 15. Februar um 10:00 Uhr in der Hessischen Landesvertretung In den Ministergärten 5 in 10 117 Berlin-Mitte stattfindet. Der bereits im letzen Jahr bestens bewährte Veranstaltungsort liegt drei Minuten vom U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz entfernt - und damit sozusagen im Herzen des Berlinale-Geschehens.
Die Tagesordnungspunkte am Vormittag:
• Konstituierung der Sitzung
• Berichte des Vorstands
• Kassenbericht / Bericht der Kassenprüfer
• Allgemeine Aussprache
• Satzungsänderung
• Entlastung des Vorstand
• Neuwahl
Anschließend: Diskussion mit den Verbands-Anwälten über politische und juristische Strategien der AG DOK
Nach der Mittagspause erwarten wir gegen 14:00 Uhr unseren diesjährigen Gastredner Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien zum Thema „Film- und medienpolitische Perspektiven im Jahr 2010“.
Nach Prof. Julian Nida-Rümelin haben wir zum zweiten Mal einen amtierenden Kulturstaatsminister zu Gast - und zugleich einen "alten Bekannten", denn Bernd Neumann hat uns vor einigen Jahren -damals noch als filmpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion- schon einmal besucht und zur Qualität öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme Stellung genommen. Aber auch schon vorher war Neumann für die AG Dokumentarfilm und ihre Belange ansprechbar - als Bundestagsabgeordneter trug er wesentlich dazu bei, dass der Verband 1999 in den Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt FFA aufgenommen wurde und er verhalf uns auch zu einem Sitz in der Vorbereitungsgruppe und im Beirat des Deutschen Film-Förder-Fonds. Mit erstaunlicher Akribie hat sich Neumann schon in seiner Abgeordnetenzeit in die komplizierten Strukturen der Film- und Medienbranche eingearbeitet und dabei immer wieder seine Sympathie für kleine, kulturell ambitionierte Filme -und insbesondere für den Dokumentarfilm- bewiesen.
Das Gastreferat beginnt gegen 14:00 Uhr. Am Vormittag gilt es zunächst, die Formalien abzuarbeiten, die uns das Vereinsrecht auferlegt. Die Mitgliederversammlung nimmt die Berichte des Vorstands über das abgelaufene Geschäftsjahr entgegen, führt die Aussprache darüber und wählt, wie in jedem Jahr, den Vorstand neu. Eine kleine Satzungsanpasssung ist zu beschließen. Aber auch drängende Fragen aus dem Kreis unserer Mitglieder werden selbstverständlich nicht unter den Tisch fallen.
Etwas mehr Zeit als im Vorjahr wollen wir der Mittagspause einräumen, denn wie wichtig die kommunikative Funktion dieser Sitzungsunterbrechung ist, zeigt sich Jahr für Jahr dann, wenn nach ihrem Ende die vielen kleinen Gesprächsgruppen aufgelöst und in den Sitzungssaal zurückgerufen werden sollen.
Alle AG DOK-Mitglieder sind herzlich eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen, dort die Vorstandsmitglieder zu wählen, kennenzulernen und anzusprechen - und die Politik ihres Verbands aktiv mitzubestimmen. Und natürlich sind, wie in jedem Jahr, auch Gäste willkommen.
Für den Vorstand der AG Dokumentarfilm
Thomas Frickel, Vorsitzender und Geschäftsführer
Die Tagesordnungspunkte am Vormittag:
• Konstituierung der Sitzung
• Berichte des Vorstands
• Kassenbericht / Bericht der Kassenprüfer
• Allgemeine Aussprache
• Satzungsänderung
• Entlastung des Vorstand
• Neuwahl
Anschließend: Diskussion mit den Verbands-Anwälten über politische und juristische Strategien der AG DOK
Nach der Mittagspause erwarten wir gegen 14:00 Uhr unseren diesjährigen Gastredner Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien zum Thema „Film- und medienpolitische Perspektiven im Jahr 2010“.
Nach Prof. Julian Nida-Rümelin haben wir zum zweiten Mal einen amtierenden Kulturstaatsminister zu Gast - und zugleich einen "alten Bekannten", denn Bernd Neumann hat uns vor einigen Jahren -damals noch als filmpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion- schon einmal besucht und zur Qualität öffentlich-rechtlicher Fernsehprogramme Stellung genommen. Aber auch schon vorher war Neumann für die AG Dokumentarfilm und ihre Belange ansprechbar - als Bundestagsabgeordneter trug er wesentlich dazu bei, dass der Verband 1999 in den Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt FFA aufgenommen wurde und er verhalf uns auch zu einem Sitz in der Vorbereitungsgruppe und im Beirat des Deutschen Film-Förder-Fonds. Mit erstaunlicher Akribie hat sich Neumann schon in seiner Abgeordnetenzeit in die komplizierten Strukturen der Film- und Medienbranche eingearbeitet und dabei immer wieder seine Sympathie für kleine, kulturell ambitionierte Filme -und insbesondere für den Dokumentarfilm- bewiesen.
Das Gastreferat beginnt gegen 14:00 Uhr. Am Vormittag gilt es zunächst, die Formalien abzuarbeiten, die uns das Vereinsrecht auferlegt. Die Mitgliederversammlung nimmt die Berichte des Vorstands über das abgelaufene Geschäftsjahr entgegen, führt die Aussprache darüber und wählt, wie in jedem Jahr, den Vorstand neu. Eine kleine Satzungsanpasssung ist zu beschließen. Aber auch drängende Fragen aus dem Kreis unserer Mitglieder werden selbstverständlich nicht unter den Tisch fallen.
Etwas mehr Zeit als im Vorjahr wollen wir der Mittagspause einräumen, denn wie wichtig die kommunikative Funktion dieser Sitzungsunterbrechung ist, zeigt sich Jahr für Jahr dann, wenn nach ihrem Ende die vielen kleinen Gesprächsgruppen aufgelöst und in den Sitzungssaal zurückgerufen werden sollen.
Alle AG DOK-Mitglieder sind herzlich eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen, dort die Vorstandsmitglieder zu wählen, kennenzulernen und anzusprechen - und die Politik ihres Verbands aktiv mitzubestimmen. Und natürlich sind, wie in jedem Jahr, auch Gäste willkommen.
Für den Vorstand der AG Dokumentarfilm
Thomas Frickel, Vorsitzender und Geschäftsführer
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(c) arte
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(11.12.09) Ab Januar 2010 stellt ARTE sein Programmschema um. Über ein Splitting des Sendesignals passt sich das ARTE-Programm deutschen Sehgewohnheiten an und beginnt seine Primetime um 20.15 Uhr. Das neue Schema plus Sendeplatzbeschreibungen steht AG DOK-Mitgliedern als download im internen Bereich dieser website zur Verfügung: unter dem AG DOK Logo in der Ecke oben links auf MITGLIEDERBEREICH klicken, Benutzername und Passwort in die jeweiligen Felder eintragen. Es öffnet sich der interne Bereich...
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Programmschema ARTE 2010
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(c) arte
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(11.12.09) Ab Januar 2010 stellt ARTE sein Programmschema um. Über ein Splitting des Sendesignals passt sich das ARTE-Programm deutschen Sehgewohnheiten an und beginnt seine Primetime um 20.15 Uhr. Das neue Schema plus Sendeplatzbeschreibungen steht AG DOK-Mitgliedern als download im internen Bereich dieser website zur Verfügung: unter dem AG DOK Logo in der Ecke oben links auf MITGLIEDERBEREICH klicken, Benutzername und Passwort in die jeweiligen Felder eintragen. Es öffnet sich der interne Bereich mit den internen News. Dort in der linken Spalte auf DOWNLOADS und weiter auf DOKUMENTE ZUM DOWNLOADEN klicken.
Michael Hanfeld kritisiert in der FAZ die ARTE Programmreform. Er sieht den Sender auf einem "Popularisierungs-, um nicht zu sagen Vulgarisierungstrip" und zitiert die AG DOK: lesen
Schon im Frühjahr 2009 hat die AG DOK in einem Schreiben an ARTE-Präsident Dr. Gottfried Langenstein, Vizepräsident Jérome Clement und Programmdirektor Dr. Christoph Hauser aktuelle Tendenzen in der ARTE-Programmplanung kritisiert, die sich jetzt im neuen Programmschema 2010 niederschlagen: explizit benannt wurde der erkennbare Trend zum Ankauf konfektionierter Serien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Neuproduktion anspruchsvoller Kulturprogramme.
Der Brief im Wortlaut:
An den Präsidenten
des Europäischen Kulturkanals ARTE
Herrn Dr. Gottfried Langenstein
Postfach 40 40
55100 Mainz
Frankfurt, 27. März 2009
Betr.: Aktuelle Tendenzen der ARTE- Programmplanung
Sehr geehrter Herr Dr. Langenstein,
mit Sorge beobachten die in unserem Verband zusammengeschlossenen Film- und Fernsehproduzenten die Tendenz der deutschen ARTE-Programmplanung, konfektionierte Kaufproduktionen an die Stelle eigener redaktioneller Entscheidungen und zu setzen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sowohl die Sendeflächen als auch die finanziellen Spielräume für die engagierte Neuproduktion von Original-Beiträgen massiv beschnitten werden.
Wir halten diese Entwicklung in mehrfacher Hinsicht für gefährlich.
Zum einen, weil sie die Einzigartigkeit des ARTE-Profils bedroht. Ziffer 2.1 des Arte-Staatsvertrags verlangt ausdrücklich, „Fernsehsendungen zu konzipieren, zu gestalten und ... auszustrahlen, die in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern.“ Durch den Ankauf kompletter Serien gibt der Sender sein wichtigstes Pfund, nämlich genau diese Konzeptions- und Gestaltungshoheit, aus der Hand - und ob die inhaltlichen Visionen der ARTE-Gründer durch den vermehrten Einsatz amerikanischer Serienware oder anderer weltmarktgängiger Produkte (etwa aus dem Hause BBC) einzulösen sind, ist doch mehr als fraglich. Wenn auf „Arte“ irgendwann auch nur noch das gleiche läuft, was weltauf, weltab über alle Kanäle flimmert, wird das Programm des Europäischen Kulturkanals austauschbar und steht in letzter Konsequenz in der Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen. Nicht ohne Grund wird in Ziffer 19.2 des Gründungs-vertrages „angestrebt, einen möglichst großen Anteil an Erstsendungen auszustrahlen“. Auch das ist mit dem aktuellen Trend der Programmplanung nur schwer vereinbar.
Zum anderen scheint uns problematisch, dass diese Strukturveränderung allzu offensichtlich von dem Bemühen getragen ist, nun auch noch das ARTE-Programm quotenträchtig auf Stromlinie zu bürsten. Kein Politiker und auch sonst kein vernünftiger Mensch hat unseres Wissens ARTE jemals ultimativ unter Erfolgszwang gestellt, und schon gar nicht die Anwendung des absurden Quotendenkens für einen Bereich verlangt, für den sich allein schon durch den Oberbegriff „Kultur“ die Messlatte der Verwertbarkeit eigentlich von selbst verbietet. Die jetzt offenbar angestrebte multiple Nutzung angekaufter Serien auf anderen Programmflächen von ARD und ZDF konterkariert ebenfalls die Gründungsidee von ARTE und dürfte im Bereich der Aufsichtsorgane vermutlich nicht auf ungeteilten Beifall stoßen.
Und zum dritten wissen Sie sehr genau, dass Sie damit der deutschen Produktionswirtschaft Auftragsvolumen in mehrstelliger Millionenhöhe entziehen und die Produktion vieler wichtiger und kulturell erfolgreicher Filme unmöglich machen. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die anhaltend schwierige Lage der deutschen Film- und Fernsehproduktion genau das falsche Signal. Eine Verminderung des Auftragsvolumens bei ARTE trifft die gesamte Breite unserer Produktionslandschaft und dabei insbesondere diejenigen, die sich bei minimalen Gewinnmargen aus Idealismus der Entwicklung und Produktion kultureller Filmprojekte verschrieben haben. Sollte sich der bereits jetzt ablesbare Trend Ihrer Programmpolitik bestätigen, wird das eine ganze Reihe unabhängiger Produktionsfirmen, aber auch zahlreiche einzelne Autoren, Regisseure und andere Filmschaffende in existenzielle Schwierigkeiten bringen.
Und das ganz ohne Not, denn finanzielle Gründe kann ARTE für eine solche programmliche Neuorientierung sicher nicht geltend machen. In der letzten Gebührenperiode sind die verfügbaren Mittel für das deutsche ARTE-Programm ausweislich des KEF-Berichts immerhin um zehn Millionen Euro unterschritten worden.
Wir würden uns, sehr geehrter Herr Langenstein, freuen, wenn Sie unsere doch sehr ernsten Bedenken zerstreuen und statt dessen das Festhalten an der seitherigen ARTE-Konzeption verkünden könnten. An einer Konzeption, deren Erfolg sich sicher nicht in Einschaltquoten, aber in einer beispiellosen kulturellen Erfolgsgeschichte, in herausragenden Film- und Fernsehproduktionen und in unschätzbaren Impulsen für den kulturellen und politischen Diskurs auch in unserem Land ausdrückt.
Sicher werden Sie verstehen, wenn wir diesen Brief auch der medienpolitisch interessierten Öffentlichkeit zur Kenntnis geben.
Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand der AG Dokumentarfilm
(Thomas Frickel)
Michael Hanfeld kritisiert in der FAZ die ARTE Programmreform. Er sieht den Sender auf einem "Popularisierungs-, um nicht zu sagen Vulgarisierungstrip" und zitiert die AG DOK: lesen
Schon im Frühjahr 2009 hat die AG DOK in einem Schreiben an ARTE-Präsident Dr. Gottfried Langenstein, Vizepräsident Jérome Clement und Programmdirektor Dr. Christoph Hauser aktuelle Tendenzen in der ARTE-Programmplanung kritisiert, die sich jetzt im neuen Programmschema 2010 niederschlagen: explizit benannt wurde der erkennbare Trend zum Ankauf konfektionierter Serien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Neuproduktion anspruchsvoller Kulturprogramme.
Der Brief im Wortlaut:
An den Präsidenten
des Europäischen Kulturkanals ARTE
Herrn Dr. Gottfried Langenstein
Postfach 40 40
55100 Mainz
Frankfurt, 27. März 2009
Betr.: Aktuelle Tendenzen der ARTE- Programmplanung
Sehr geehrter Herr Dr. Langenstein,
mit Sorge beobachten die in unserem Verband zusammengeschlossenen Film- und Fernsehproduzenten die Tendenz der deutschen ARTE-Programmplanung, konfektionierte Kaufproduktionen an die Stelle eigener redaktioneller Entscheidungen und zu setzen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sowohl die Sendeflächen als auch die finanziellen Spielräume für die engagierte Neuproduktion von Original-Beiträgen massiv beschnitten werden.
Wir halten diese Entwicklung in mehrfacher Hinsicht für gefährlich.
Zum einen, weil sie die Einzigartigkeit des ARTE-Profils bedroht. Ziffer 2.1 des Arte-Staatsvertrags verlangt ausdrücklich, „Fernsehsendungen zu konzipieren, zu gestalten und ... auszustrahlen, die in einem umfassenden Sinne kulturellen und internationalen Charakter haben und geeignet sind, das Verständnis und die Annäherung der Völker in Europa zu fördern.“ Durch den Ankauf kompletter Serien gibt der Sender sein wichtigstes Pfund, nämlich genau diese Konzeptions- und Gestaltungshoheit, aus der Hand - und ob die inhaltlichen Visionen der ARTE-Gründer durch den vermehrten Einsatz amerikanischer Serienware oder anderer weltmarktgängiger Produkte (etwa aus dem Hause BBC) einzulösen sind, ist doch mehr als fraglich. Wenn auf „Arte“ irgendwann auch nur noch das gleiche läuft, was weltauf, weltab über alle Kanäle flimmert, wird das Programm des Europäischen Kulturkanals austauschbar und steht in letzter Konsequenz in der Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen. Nicht ohne Grund wird in Ziffer 19.2 des Gründungs-vertrages „angestrebt, einen möglichst großen Anteil an Erstsendungen auszustrahlen“. Auch das ist mit dem aktuellen Trend der Programmplanung nur schwer vereinbar.
Zum anderen scheint uns problematisch, dass diese Strukturveränderung allzu offensichtlich von dem Bemühen getragen ist, nun auch noch das ARTE-Programm quotenträchtig auf Stromlinie zu bürsten. Kein Politiker und auch sonst kein vernünftiger Mensch hat unseres Wissens ARTE jemals ultimativ unter Erfolgszwang gestellt, und schon gar nicht die Anwendung des absurden Quotendenkens für einen Bereich verlangt, für den sich allein schon durch den Oberbegriff „Kultur“ die Messlatte der Verwertbarkeit eigentlich von selbst verbietet. Die jetzt offenbar angestrebte multiple Nutzung angekaufter Serien auf anderen Programmflächen von ARD und ZDF konterkariert ebenfalls die Gründungsidee von ARTE und dürfte im Bereich der Aufsichtsorgane vermutlich nicht auf ungeteilten Beifall stoßen.
Und zum dritten wissen Sie sehr genau, dass Sie damit der deutschen Produktionswirtschaft Auftragsvolumen in mehrstelliger Millionenhöhe entziehen und die Produktion vieler wichtiger und kulturell erfolgreicher Filme unmöglich machen. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die anhaltend schwierige Lage der deutschen Film- und Fernsehproduktion genau das falsche Signal. Eine Verminderung des Auftragsvolumens bei ARTE trifft die gesamte Breite unserer Produktionslandschaft und dabei insbesondere diejenigen, die sich bei minimalen Gewinnmargen aus Idealismus der Entwicklung und Produktion kultureller Filmprojekte verschrieben haben. Sollte sich der bereits jetzt ablesbare Trend Ihrer Programmpolitik bestätigen, wird das eine ganze Reihe unabhängiger Produktionsfirmen, aber auch zahlreiche einzelne Autoren, Regisseure und andere Filmschaffende in existenzielle Schwierigkeiten bringen.
Und das ganz ohne Not, denn finanzielle Gründe kann ARTE für eine solche programmliche Neuorientierung sicher nicht geltend machen. In der letzten Gebührenperiode sind die verfügbaren Mittel für das deutsche ARTE-Programm ausweislich des KEF-Berichts immerhin um zehn Millionen Euro unterschritten worden.
Wir würden uns, sehr geehrter Herr Langenstein, freuen, wenn Sie unsere doch sehr ernsten Bedenken zerstreuen und statt dessen das Festhalten an der seitherigen ARTE-Konzeption verkünden könnten. An einer Konzeption, deren Erfolg sich sicher nicht in Einschaltquoten, aber in einer beispiellosen kulturellen Erfolgsgeschichte, in herausragenden Film- und Fernsehproduktionen und in unschätzbaren Impulsen für den kulturellen und politischen Diskurs auch in unserem Land ausdrückt.
Sicher werden Sie verstehen, wenn wir diesen Brief auch der medienpolitisch interessierten Öffentlichkeit zur Kenntnis geben.
Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand der AG Dokumentarfilm
(Thomas Frickel)
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(18.01.10)
Die Vorauswahlkommissionen haben sich entschieden: 40 Kinofilme gehen ins Rennen um die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010 , darunter neun Dokumentarfilme. AG DOK Mitglieder sind an sieben dieser Produktionen beteiligt:
"Die Anwälte", Regie: Birgit Schulz
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Produzent Thomas Tielsch / Filmtank
"Das Herz von Jenin". Regie: Marcus Vetter, (zs. mit Leon Geller)
"Jagdzeit",...
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Dokumentarfilme in Vorauswahl für Deutschen Filmpreis
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(18.01.10)
Die Vorauswahlkommissionen haben sich entschieden: 40 Kinofilme gehen ins Rennen um die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010 , darunter neun Dokumentarfilme. AG DOK Mitglieder sind an sieben dieser Produktionen beteiligt:
"Die Anwälte", Regie: Birgit Schulz
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Produzent Thomas Tielsch / Filmtank
"Das Herz von Jenin". Regie: Marcus Vetter, (zs. mit Leon Geller)
"Jagdzeit", Regie: Angela Graas, Produzent Nicole Leykauf / Leykauf Film
"Mein Herz sieht die Welt schwarz", Regie: Helga Reidemeister, Produzent Zoran Solomun / Ohne Gepäck Filmproduktion, Kamera Lars Barthel
"Seelenvögel", Regie: Thomas Riedelsheimer, Produzenten Stefan Tolz, Thomas Riedelsheimer / Filmpunkt
"Wiegenlieder", Regie: Johann Feindt (zs. mit Tamara Trampe)
Ausserdem wurden fiktionale Produktionen der AG DOK Mitglieder Jens Meurer / Egoli Tossell Film ("Hilde") und Ralph Schwingel / Wüste Film ("Zwölf Meter ohne Kopf") für die Spielfilmkategorien in die Vorauswahl gewählt.
Alle vorausgewählten Filme werden von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie im Februar / März 2010 gesichtet. In der Kategorie BESTER DOKUMENTARFILM entscheiden alle Mitglieder der Sektionen Dokumentarfilm, Produktion, Regie, Kamera/Bildgestaltung und Musik/Schnitt/Ton über die zwei Nominierungen; die Nominierungen sind mit einer Prämie verbunden. In den Wochen vor der Verleihung werden im Rahmen des LOLA FESTIVAL 2010 alle zehn nominierten Filme auch öffentlich gezeigt. Die Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen dann unter allen Nominierungen sektionsunabhängig für alle Preiskategorien in einer geheimen und schriftlichen Wahl ab.
Die Vergabe der Preise durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien findet am 23. April 2010 in Berlin statt.
Die Vorauswahlkommissionen haben sich entschieden: 40 Kinofilme gehen ins Rennen um die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2010 , darunter neun Dokumentarfilme. AG DOK Mitglieder sind an sieben dieser Produktionen beteiligt:
"Die Anwälte", Regie: Birgit Schulz
"Die Frau mit den 5 Elefanten", Produzent Thomas Tielsch / Filmtank
"Das Herz von Jenin". Regie: Marcus Vetter, (zs. mit Leon Geller)
"Jagdzeit", Regie: Angela Graas, Produzent Nicole Leykauf / Leykauf Film
"Mein Herz sieht die Welt schwarz", Regie: Helga Reidemeister, Produzent Zoran Solomun / Ohne Gepäck Filmproduktion, Kamera Lars Barthel
"Seelenvögel", Regie: Thomas Riedelsheimer, Produzenten Stefan Tolz, Thomas Riedelsheimer / Filmpunkt
"Wiegenlieder", Regie: Johann Feindt (zs. mit Tamara Trampe)
Ausserdem wurden fiktionale Produktionen der AG DOK Mitglieder Jens Meurer / Egoli Tossell Film ("Hilde") und Ralph Schwingel / Wüste Film ("Zwölf Meter ohne Kopf") für die Spielfilmkategorien in die Vorauswahl gewählt.
Alle vorausgewählten Filme werden von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie im Februar / März 2010 gesichtet. In der Kategorie BESTER DOKUMENTARFILM entscheiden alle Mitglieder der Sektionen Dokumentarfilm, Produktion, Regie, Kamera/Bildgestaltung und Musik/Schnitt/Ton über die zwei Nominierungen; die Nominierungen sind mit einer Prämie verbunden. In den Wochen vor der Verleihung werden im Rahmen des LOLA FESTIVAL 2010 alle zehn nominierten Filme auch öffentlich gezeigt. Die Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen dann unter allen Nominierungen sektionsunabhängig für alle Preiskategorien in einer geheimen und schriftlichen Wahl ab.
Die Vergabe der Preise durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien findet am 23. April 2010 in Berlin statt.

Introduction to AG DOK