Im Rahmen des DOK Leipzig 2026 lädt die AG DOK zu einer Podiumsdiskussion zur AG-DOK-Analyse "Zwischen Zielgruppenorientierung und Auftrag. Die Entscheidungsstrukturen der ARD und die Entwicklung des dokumentarischen Programms im Streaming-Zeitalter" ein.
2021 hat die ARD eine Programmreform begonnen, die die Mediathek priorisiert. Welche Folgen hat dieser Strategiewandel für Produzierende, wie bildet er sich ab im dokumentarischen Programm? Und in welchem Verhältnis steht diese Transformation zum gesetzlichen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender?
ARD, ZDF, 3sat, arte und die Dritten sind Vollprogramme mit einem entsprechenden gesetzlich fixierten Auftrag. Perspektivisch wird dieses Programm nur noch online stattfinden. Damit reagiert die ARD auf das veränderte Nutzungsverhalten der Zuschauer*innen. Die Analyse untersucht, inwieweit die Mediathekenstrategie nicht nur einen technologischen Umbau bedeutet, sondern vor allem auch einen programmatischen. Setzen sich hier Tendenzen im dokumentarischen Programm fort, die auch schon im linearen Wettbewerb mit den privaten Sendern angewendet wurden: Formatierung, Personalisierung, Emotionalisierung?
Autor René Martens (Medienjournalist) und Herausgeberin Susanne Binninger (AG DOK, Professorin für Dokumentarfilm-Regie an der Filmuniversität Babelsberg) stellen die Analyse vor und diskutieren mit den Expert*innen Anna Kurlemann (Geschäftsführerin ARD-Koordination Dokumentation), Steffen Grimberg (Vorsitzender DJV Berlin Brandenburg) und Andres Veiel (Regisseur).
Moderiert wird die Veranstaltung von der Medienjournalistin Brigitte Baetz.
Datum: 26.10.2026
Uhrzeit: 13:00 Uhr
Ort: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig