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Medienpolitik

AG DOK bedankt sich bei der ehemaligen ARD-Vorsitzenden Karola Wille für vertrauensvolle Zusammenarbeit

vom 30.01.1970

Im Februar 2016, kurz nach ihrem Antritt des ARD-Vorsitzes, stattete Karola Wille der AG DOK-Mitgliederversammlung einen Besuch ab. Anderthalb Stunden währte der intensive Austausch mit der frischgebackenen Vorsitzenden damals. Und obwohl mit Kritik von beiden Seiten nicht gespart wurde, so begann doch unter Wille ein neues Kapitel der Beziehungen von ARD und AG DOK.

Karola Wille gab sich überzeugt davon, dass dokumentarische Programme für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine besonders wichtige Rolle spielen und forderte, der "Lebenswirklichkeit der Menschen" in den öffentlich-rechtlichen Programmen mehr Raum zu geben. Für die AG DOK waren das bekannte Ideen, schließlich fordern wir schon seit langem ein Programm, das, ganz im Sinne des Rundfunkstaatsvertrages, nicht den Vielen viel bietet, sondern Allen etwas. Dokumentationen und Dokumentarfilme spielen dabei eine Schlüsselrolle. Trotzdem werden sie, gemessen an ihrer Bedeutung für den Programmauftrag als auch was ihre Beliebtheit beim Zuschauer anbelangt, immer noch deutlich schlechter ausgestattet als andere Programmbereiche. Deshalb sieht die AG DOK in der Behandlung dieser Fragen, auch im Rahmen von Strukturreformen, eine wesentliche Aufgabe für die Zukunft.

Wille konnte den ARD-Verbund zwar nicht vom Kopf auf die Füße stellen, aber sie war treibende Kraft bei der Entwicklung der "Eckpunkte 2.0 für ausgewogene Vertragsbedingungen", die, zumindest in einigen Bereichen, die Position der Filmschaffenden gestärkt hat. In einer gemeinsamen Initiative von ARD und AG DOK gelang es außerdem, die ARD-Programmwerkstatt zur Zukunft dokumentarischer Programme auf den Weg zu bringen, die 2017 bereits zum zweiten Mal stattfand und sich steigender Beliebtheit bei Produzenten, Regisseuren und Senderverantwortlichen erfreut.

Obwohl es aus AG DOK-Sicht noch viel zu tun gibt, ist Karola Wille wichtige Schritte in die richtige Richtung gegangen. Dafür, und für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, hat das "Leitungsteam Programmwerkstatt" der AG DOK - bestehend aus Susanne Stenner, Elisabeth Mayer und Thorolf Lipp - Karola Wille und ihrem Stab anläßlich eines Arbeitstreffens am 16.01.18 in Leipzig herzlich mit einem Frühlingsblumenstrauß gedankt.

Thorolf Lipp

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