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"Wahrheit und Erkenntnis im Strom verstörender Bilder"

vom 13.02.2017

Staatsministerin Monika Grütters zur kulturellen und politischen Bedeutung des Dokumentarfilms - Gut besuchte Mitgliederversammlung der AG DOK widmet sich dem Kino-Dokumentarfilm

„Gründliche Recherche, narratives Fingerspitzengefühl und atmosphärische Bilder. Das ist die große Stärke des Dokumentarfilms“, sagte Staatsministerin Monika Grütters am Freitag in einem Grußwort an die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK). Sie betonte zugleich die wachsende Bedeutung des Dokumentarfilms und hob seine Fähigkeit hervor, „dem gleichgültigen auf unseren Smartphones vorbeirauschenden Strom vielfach verstörender Informationen und Bilder ein Stück Wahrheit und Erkenntnis abzutrotzen.“ Damit sei der Dokumentarfilm ein wichtiges Bollwerk „gegen populistische Vereinfacher und ihre dreisten Lügen, die der Welt neuerdings als ‚alternative Fakten’ präsentiert werden.“
Frau Grütters versprach, sich auch weiterhin „für die Stärkung dieser politisch wie kulturell bedeutenden Filmkunstgattung“ einzusetzen. Die im letzten Jahr vollzogene Erhöhung der kulturellen Filmförderung des Bundes um 15 Millionen Euro komme nicht zuletzt dem Dokumentarfilm zu Gute. Dieser Betrag solle über die kommenden Jahre hinweg verstetigt werden, „auf dass daraus eine Erfolgsgeschichte wie beim Deutschen Film-Förder-Fonds DFFF wird“.

Staatsministerin Monika Grütters betonte die wachsende
Bedeutung des Dokumentarfilms.
Frau Grütters versprach, sich auch weiterhin „für die Stärkung dieser politisch wie kulturell bedeutenden Filmkunstgattung“ einzusetzen.


Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters im Gespräch mit AG DOK Vorstandsmitglied Thorolf Lipp über die Zukunft des Kinodokumentarfilms. Aufgezeichnet anlässlich der AG DOK Mitgliederversammlung am 09.02.2017 in Berlin:

(Weitere Interviews zum Thema Kinodokumentarfilm, u.a. mit Andres Veiel, Arne Birkenstock, Martin Hagemann und Thomas Frickel u.v.m., finden Sie unter diesem Link.)


Die Mitgliederversammlung der AG DOK, die traditionell während der Berlinale stattfindet, widmete sich in diesem Jahr konzentriert dem Thema Kinodokumentarfilm. In zwei Eingangsreferaten hatten Prof. Martin Hagemann und der mehrfache Bundesfilmpreisträger Arne Birkenstock mit eindrucksvollen Zahlen und Beispielen die aktuelle Situation des Dokumentarfilms im Kino beleuchtet: Der Kinodokumentarfilm hat zwar mehr Zuschauer, aber sein Besucherpotenzial verteilt sich auf immer mehr Filme.

Martin Hagemann machte den "Aufschlag" in die inhaltliche Diskussion rund um den Kino-Dokumentarfilm.
Arne Birkenstock forderte in seinem Vortrag u.a. einen Paradigmenwechsel in der Förderung.


Zusammen mit Experten aus den Bereichen Verleih und Kino wurden Konsequenzen und Lösungsmöglichkeiten erörtert, um den Kinodokumentarfilm zu stärken. So fordert die AG DOK einen massiven Umbau der Stoffentwicklungsförderung, um mehr national und international konkurrenzfähige Kino-Dokumentarfilme herzustellen. Bis zu einem Viertel der Produktionsbudgets sollte in die Stoffentwicklung fließen – so, wie es in anderen europäischen Ländern bereits praktiziert wird. Bei der Präsentation der Filme bedarf es größerer Marketing-Budgets, um in enger Zusammenarbeit zwischen Produktion, Verleih und Kino individuell abgestimmte Herausbringungskonzepte und Kampagnen entwickeln zu können. Auch Dokumentarfilme brauchen „social media“-Konzepte und Kuratoren, die sich vor Ort um Kontakte zum Publikum und um neue „peer groups“ kümmern. Dabei kommt es auch darauf an, die im mitgliederstärksten deutschen Filmverband bereits vorhandene Expertisen und Kapazitäten zu bündeln und in Zusammenarbeit mit der Kinobranche neue, alternative Vertriebswege zu beschreiten.

Der Thüringer Medien-Staatssekretär Malte Krückels regte an, die durch den Wegfall der Olympia-Rechte freigewordenen Mittel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in den Bereich „Information“ umzuschichten.
Die Mitgliederversammlung der AG DOK, die traditionell während der Berlinale stattfindet, stieß auf großes Interesse bei Mitgliedern und Gästen und war mit über 150 TeilnehmerInnen gut besucht.


Zu Beginn der Versammlung hatte der Thüringer Medien-Staatssekretär Malte Krückels auf ein anderes Problemfeld der deutschen Dokumentarfilmbranche hingewiesen: „Mehr Geld ins Programm, weniger in den Apparat“ – so lautet die Devise der Länder-Kommission zu „Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“, der Krückels angehört. So sei es zum Beispiel überlegenswert, die durch den Wegfall der Olympia-Rechte freigewordenen Mittel in den Bereich „Information“ umzuschichten und damit die Bedeutung des Dokumentarfilms für das öffentlich-rechtliche Programmprofil zu stärken.

 
 

 

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Auf dem großen Foto über dem Artikel sind zu sehen (von links nach rechts):
Regisseur und AG DOK-Mitglied Andres Veiel, AG DOK-Vorstandsmitglied Doris Metz, AG DOK-Vorsitzender Thomas Frickel, Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Fotos: Helge Renner