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AG DOK Mitgliederversammlung 2015 in München

vom 13.05.2015

Für den 8. Mai hatte die AG Dokumentarfilm zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung geladen - und erstmals seit vielen Jahren fand dieses Treffen nicht in Berlin, sondern in München statt. Zum Auftakt des diesjährigen DOK.fests war das eine vereinsgeschichtlich bedeutsame Wahl. Denn schließlich war das renommierte Festival in der bayerischen Landeshauptstadt vor genau 30 Jahren aus der Münchner AG DOK heraus gegründet worden – und einige der damals beteiligten Festival-Initiatoren waren auch zur Mitgliederversammlung erschienen. Das DOK.fest zeigte sich angesichts dieses Jubiläums spendabel und gewährte allen Mitgliedern des Verbands in diesem Jahr eine kostenlose Festival-Akkreditierung.

Die gute Kooperation zwischen DOK.fest und AG DOK hob in seinem Grußwort an die rund 50 erschienenen Mitglieder auch DOK.fest-Leiter Daniel Sponsel hervor. Dem Dokumentarfilm als zeitgemäßer und immer beliebter werdender künstlerischer Ausdrucksform gehe es gut - vielen seiner Macher aber leider nicht, sagte Sponsel. Angesichts knapper werdender Budgets sei deshalb Einigkeit so wichtig wie nie. Er appellierte an die Dokumentarfilm-Macher, solidarisch zueinander zu stehen und sich nicht auseinander dividieren zu lassen. Zugleich ermutigte Sponsel die versammelten Filmschaffenden dazu, ihre Arbeit selbstbewusst zu vertreten.  

AG DOK-Mitgliederversammlung 2015
Foto: Thomas Frickel
Alice Agneskirchner und Doris Metz.
Foto: Thomas Frickel

Alice Agneskirchner, zweite Vorsitzende der AG DOK, dankte Daniel Sponsel für seine herausragende Arbeit als DOK.fest-Leiter der letzten fünf Jahre und würdigte die Erfolgsstory des Festivals, bevor sich die Mitgliederversammlung der eigentlichen Tagesordnung zuwandte.

In deren Mittelpunkt stand der Rückblick auf ein überaus erfolgreiches Vereins-Jahr. Trotz leicht rückläufiger Mitgliederzahlen, die der schwieriger werdenden Branchen-Situation geschuldet waren, sieht Vorsitzender Thomas Frickel die AG DOK auf einem guten Weg. Seit der letzten Mitgliederversammlung im Frühjahr 2014 ist es gelungen, einige ambitionierte Projekte an den Start zu bringen und damit den vor zwei Jahren eingeleiteten Strukturwandel voranzutreiben.

Das betrifft organisatorische Dinge wie die Installation einer neuen Mitgliederverwaltung ebenso wie die Umsetzung der in den letzten Jahren wiederholt diskutierten einkommensabhängigen Beitragsstruktur. Außerdem ging nach intensiven Vorgesprächen unter der Leitung von Vorstandsmitglied Dr. Thorolf Lipp das Weiterbildungsprogramm „AG DOK-Akademie“ an den Start und wurde mit seinen ersten Seminarangeboten gleich zu einem bemerkenswerten Erfolg. Finanzielle Starthilfen der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF), der FFA sowie der VG Bild-Kunst ermöglichten es, hochkarätige dokumentarfilmspezifische Qualifizierungsangebote zu erschwinglichen Konditionen anzubieten, wobei Verbandsmitglieder jeweils deutliche Rabatte in Anspruch nehmen können. Ziel dieser Aktivitäten ist es, die deutsche Dokumentarfilm-Szene auf eine digitale Medienzukunft vorzubereiten, in der sich traditionelle Finanzierungs- und Distributionswege rasant verändern.

Die nach außen hin auffälligste Neuerung im Portefeuille der AG DOK ist allerdings die völlig neu gestaltete Homepage www.agdok.de, die Vorstandsmitglied Magnus Froböse projektiert und fachlich begleitet hatte. Sie wurde in der Mitgliederversammlung offiziell freigeschaltet und von Erik Meininger, dem neuen Assistenten der AG DOK-Geschäftsführung, in ihren unterschiedlichen Funktionen vorgestellt. Ein besonderes Serviceangebot, das bald auch auf der neuen Seite genutzt werden kann, stellte Vorstandsmitglied David Bernet vor: einen „Gagenrechner“, mit dessen Hilfe Regisseurinnen und Regisseure im Vorfeld von Projekten ausrechnen können, was ihre Arbeitsleistung wert sein müsste. Denn die Unterbezahlung der Kreativen im Dokumentarfilmbereich ist der AG DOK schon lange ein Dorn im Auge.

Aber auch medienpolitisch konnte die AG DOK im abgelaufenen Jahr reüssieren. Große Beachtung in der Branche fand vor allem der Versand eines sorgfältig recherchierten Dossiers mit Zahlen, Fakten und Argumenten zur aktuellen Debatte um öffentlich-rechtliche Mediatheken, das von der AG DOK nicht nur an 520 Rundfunk- und Fernseh-Räte sondern auch an weitere 500 Multiplikatoren des Film- und Medienbereichs verschickt wurde. Und mit einer als Sonderdruck der Fachzeitschrift Film- und TV Kameramann rund 20.000 mal verbreiteten Broschüre zum Umgang mit dem audiovisuellen Erbe in Deutschland meldete die AG DOK ihren Anspruch an, auch in Fragen filmischer Archivierung qualifiziert mitzureden. Bereits im Juni letzten Jahres hatte die AG DOK mit der Rettung von 20.000 Filmbüchsen aus dem Lagerbestand des insolventen Berliner Filmkopierwerks Film- und Videoprint von sich reden gemacht – auch hier hatte Dr. Thorolf lipp die Federführung übernommen und danach zusammen mit Cay Wesnigk auch einen konkreten Antrag an die Kulturstaatsministerin formuliert, in dem die AG DOK ihre Ideen zur Rettung des zeitgeschichtlich bedeutsamen filmischen Erbes dargelegt hat. Die geordnete Überführung des geretteten Filmlagers in Archivbestände hat inzwischen auch Unterstützer gefunden: neben der Filmförderungsanstalt haben die Verwertungsgesellschaften GÜFA und VG Bild-Kunst bereits Mittel dafür zur Verfügung gestellt.

Zu den AG DOK-Erfolgen des letzten Jahres gehörte aber auch die Beilegung eines jahrelangen Streits mit der Verwertungsgesellschaft VFF – eine Auseinandersetzung, die verschiedene Gerichte beschäftigt hatte, und die in der Konsequenz dazu führte, dass heute alle deutschen TV-Auftragsproduzenten mehr Geld von der Verwertungsgesellschaft bekommen. Eine zusätzliche Besserstellung wurde für die Hersteller von Dokumentarfilmen und Dokumentationen erreicht: bei der Bemessung der Verwertungs-Tantiemen wird sich der Punktwert ihrer Sendungen künftig verdoppeln.

Dass der Konflikt mit der VFF überwunden ist, manifestierte sich in der Mitgliederversammlung im Besuch von VFF-Geschäftsführer Prof. Johannes Kreile, der Struktur, Leistungen und Förderangebote der VFF  vorstellte und Fragen aus dem Kreis der Mitglieder beantwortete.   

Zu den festen Ritualen einer Mitgliederversammlung zählt natürlich die Entgegennahme des Kassenberichts – Schatzmeister Björn Jensen führte durch das Zahlenwerk und Hannes Karnick, Leiter der AG DOK-Region Hessen, trug im Auftrag der abwesenden Kassenprüfer Gunther Oehme und Georg Prokop den sehr ausführlichen Prüfbericht vor, der neben einigen verfahrenstechnischen Verbesserungshinweisen die sparsame Verwendung der Mittel lobte und die grundsätzliche Entwicklung des letzten Jahres positiv bewertete, womit auch die Empfehlung zur Entlastung des Vorstands verbunden war. Diese wurde von den anwesenden Mitgliedern – bei Enthaltung der betroffenen Vorstandsmitglieder – dann auch einstimmig gewährt.

Nach einer kurzen Mittagspause stellte AG DOK-Mitglied Maria Mohr, die zugleich Vorstandsmitglied der Initiative Pro Quote Regie ist, die Ziele und bisherigen Aktionen der Initiative vor. Sie verwies auf die nach wie vor eklatanten Geschlechter-Unterschiede in der deutschen Filmlandschaft, die im filmpolitischen Informationsdienst black box 241 eindrucksvoll mit Zahlen unterlegt wurden. Darin zeigt sich, dass auch in den Förderinstitutionen ein Missverhältnis besteht – männliche Antragsteller würden bei den Förderentscheidungen überproportional berücksichtigt, und Regie-Frauen vertraue man offenbar nur ungern große Produktionsbudgets an.     

In der anschließenden Diskussion wurde schnell klar, dass die Forderung nach einer Frauenquote in der Filmbranche zwar nicht die Lösung aller Probleme bedeute, dass sie aber dazu beitragen kann, verkrustete Denkstrukturen aufzubrechen und überfällige Veränderungsprozesse in Gang zu setzen. In diesem Sinne unterstützt die AG DOK die Ziele der Initiative Pro-Quote Regie als Wegbereiter eines gesellschaftlichen Kultur- und Bewußtseinswandels. Ein entsprechender Antrag wurde einstimmig verabschiedet; in einem weiteren Antrag sprach sich die Mitgliederversammlung dafür aus, dass auch die AG DOK bei der Besetzung von Diskussionspodien und Gremien nach Möglichkeit auf Parität achten soll.

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